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Editorial

In Österreich wurde mit dem Urteil des Verfassungsgerichtshofs vom 4. Dezember letzten Jahres eine wegweisende Entscheidung getroffen: die Politik wurde aufgefordert, die „Ehe für alle“ umzusetzen und so ab 1. Jänner 2019 auch gleichgeschlechtlichen Paaren den Weg zur standesamtlichen Trauung zu eröffnen. Diese neue rechtliche Situation ist nur ein Beispiel dafür, dass sich in den letzten Jahrzehnten das Bild von Ehe und Familie gesellschaftlich stark gewandelt hat von der traditionellen Familie „Vater-Mutter-Kind“ bis zu vielfältigen Lebensformen. Auch die Kirchen sind herausgefordert, mit dieser neuen Situation umzugehen.

Unsere diesjährige Frühjahrstagung mit dem Titel „Familie neu denken? Alte Werte. Neue Realitäten“ (Samstag, den 30. März in Villach) setzt sich mit der Frage auseinander, ob gesellschaftliche Entwicklungen traditionelle Werte und christliche Normen zur Disposition stellen, oder ob Familie als Raum der Geborgenheit einfach nur neu zu denken wäre. Spannende Fragen mit interessanten ReferentInnen aus dem In- und Ausland.

Wir freuen uns, wenn Sie sich beteiligen und im Hören und Mitdiskutieren Orientierung finden für die eigene Meinungsbildung.

Martin Müller, Leiter der Evang. Akademie Kärnten
mit dem Team: Manfred Sauer, Veronika Gaugeler-Senitza, Gudrun-Maren Jusner, Iris Staudacher-Allmann, Joe Szarvas, Anita Zaucher, Alexander Hanisch-Wolfram